Laufende Projekte

From Periphery to Centre? Economic dynamics on Chinese borderlands 

 

Das Projekt beschäftigt sich mit Dimensionen schwacher und starker Staatlichkeit in ethnisch heterogenen Regionen. Handel und Migration verwandeln chinesische Grenzstädte oftmals in prosperierende Wirtschaftszentren, ergänzt wird dies durch den unter der Bezeichnung „Belt and Road-Initiative“ von China forcierten inter-kontinentalen Infrastrukturausbau. Welche Folgen ergeben sich hieraus für die Menschen diesseits und jenseits der Grenzen?

Umwelt- und Ressourcenschutz in China

 

Das langfristig laufende Projekt beschäftigt sich mit Aspekten des innerchinesischen sowie grenzüberschreitenden Umwelt- und Ressourcenschutzes. Neben der Entwicklung und Einhaltung der Umweltgesetzgebung innerhalb Chinas und im Rahmen chinesischer Auslandsinvestitionen liegt ein weiterer Schwerpunkt auf den ökologischen Konsequenzen technischer Innovationen, insbesondere der E-Mobilität.

Monitoring Sino-European relations: discourse and practice

 

China und Europa sind heute vielfältig miteinander verbunden. Das aktuelle Projekt zielt darauf ab, regionale Muster der europäisch-chinesischen Beziehungen durch einen Vergleich der europäischen Länder und ihrer Beziehungen zu China herauszuarbeiten. Neben dieser praktischen Ebene interessieren wir uns für die diskursiven Prozesse, die die Beziehungen über gegenseitige Wahrnehmungen beeinflussen.

 

Global Korea: transnational mobility of people, goods, and ideas

 

In diesem Forschungsprojekt untersuchen wir die historische, kulturelle und sozioökonomische Bedeutung transnationaler Mobilität von Personen, Gütern und Ideen im Zusammenspiel zwischen Korea und Europa. Dabei interessiert uns insbesondere die Verflechtung der Mobilität von Menschen mit anderen Elementen wie Ideen, Kapital und Gütern.

 

 

Abgeschlossene Projekte

Die Funktion regionaler ökonomischer Kooperationsprojekte und der Mehrebenen-Diplomatie für die Konflikttransformation in der Grenzregion Nordostindien-Südwestchina-Bangladesch-Myanmar

 

Die sino-indischen Beziehungen haben sich in der letzten Dekade auf der zentralstaatlichen, diplomatisch-rhetorischen Ebene leicht verbessert. Im Jahr 2013 verständigten sich Indien und China zunächst bilateral und dann auch mit Bangladesch und Myanmar auf die Einrichtung eines „Economic Corridor“ (BCIM EC). Die BCIM-Region ist jedoch geprägt von grenzüberschreitend miteinander verzahnten Konfliktkonstellationen: ethnopolitische Auseinandersetzungen, Ressourcenkonflikte und Grenzstreitigkeiten. Das Projekt analysierte, welche Ziele die am BCIM EC-Projekt beteiligten zentral- und lokalstaatlichen (Track 1), ökonomischen (Track 2) und zivilgesellschaftlichen (Track 3) Akteure aus Indien und China verfolgen und, welchen Beitrag zur Konfliktlösung ein Mehrebenen-Diplomatie-Ansatz (Ramsbotham/Zartman) leisten kann.
 

The China Companion

 

Das Rechercheportal zur politikwissen-schaftlichen Chinaforschung wurde in Kooperation mit Kollegen der Universität Turin, Università del Piemonte Orientale in Mailand, Universitat Pompeu Fabra in Barcelona und der University of Oxford erstellt.

 

Chinesische Umweltpolitik: Implementationsprobleme und Konfliktpotentiale

 

Die Forschung beschäftigte sich mit der Struktur der chinesischen Umweltverwaltung vor dem Hintergrund von Anreiz- und Steuerungsmechanismen zwischen der politischen Zentrale in Peking und den kommunalen Ebenen in den verschiedenen Provinzen. Analysiert wurden faktischen und strukturelle Vollzugsdefizite mit Bezug zu Handlungsspielräumen der chinesischen Bürokratie sowie daraus resultierenden Konfliktpotentialen. 

Local Governance in a Global Perspective

 

Das am Institute of Social Sciences (New Delhi/Indien) im Forschungsbereich „Governance: Rural and Urban Decentralisation“ koordinierte Forschungsprojekt analysierte aktuelle Entwicklungen im Bereich lokaler Politik und Verwaltung. Ziel war der systematische Vergleich lokaler Organisationsformen, normativer Grundlagen und aktueller Proteste gegen Ressourcenknappheit in den Ländern Indien, Pakistan, Bangladesch, Südafrika, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Norwegen und Schweden. Die Ergebnisse wurden u.a. in einem Sammelband 2012 veröffentlicht.



Green Governance – One Solution for Two Problems? Climate Change and Economic Shocks: Risk Perceptions and Coping Strategies in China, India and Bangladesh

 

Das Projekt untersuchte unterschiedliche Perzeptionen in China, Indien und Bangladesh zu aktuellen Herausforderungen und Risiken wie der Finanzkrise und dem Klimawandel. Dabei interessierte, welche Konzepte zur Bewältigung der Herausforderungen in den jeweiligen Ländern diskutiert werden, welche Kapazitäten für deren Bewältigung entwickelt werden und ob diese erfolgreich implementiert werden können.

 

Entscheidungsstrukturen und Institutionenwandel in chinesischen Dörfern

 

Analysiert wurde, wie lokale Entscheidungen zum Thema Infrastruktur in chinesischen Dörfern zustande kommen und welche Rolle dabei Institutionen zur Regulierung von Ent-scheidungsprozessen spielen. Zentrale Frage war, inwieweit Entscheidungen durch machtvolle Einzelpersonen dominiert sind bzw. im Rahmen eines Gremiums unter Berücksichtigung unter-schiedlicher Meinungen und Interessen getroffen werden. Das empirische Datenmaterial für die sechs analysierten Fallbeispiele basierte auf einer mehrmonatigen Feldstudie, die den chinesischen Provinzen Jiangsu, Hebei und Gansu durchgeführt wurde.

An International Comparative Study on Village Governance: Case Studies from India, China, Hungary and Germany

 

Ziel des Forschungsprojektes war der Vergleich kommunaler Strukturen in der VR China, Indien, Ungarn und Deutschland im Hinblick auf lokale Machtstrukturen, Verant-wortlichkeiten zwischen den verschiedenen Ebenen sowie die lokale Finanzstruktur.

 

Kooperationspartner: Center for Comparative Politics & Economics, Beijing/China

Korruption in Hongkong. Eine Analyse zum Zusammenhang von Souveränitätswechsel und Korruptionsentwicklung.

 

Die Übergabe der britischen Kronkolonie Hongkong an die VR China im Jahre 1997 wurde international aufmerksam beobachtet. In diesem Zusammenhang wurden auch Befürchtungen laut, die Korruption, die in Hongkong im Gegensatz zur VR China als erfolgreich eingedämmt galt, werde nach der Übergabe Hongkongs stark ansteigen. Untersucht wurde, wie sich ab Beginn der neunziger Jahre durch die Veränderungen des politisch-administrativen, ökonomischen und sozio-kulturellen Umfeldes in Hongkong neue Gelegenheiten und Anreize für Korruption entwickelten, aber auch, welche Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung eingeleitet wurden.